Eigentlich war so ein Vorfall zu erwarten. Es scheint als wäre die Computerüberwachung heutzutage ein sehr beliebtes Thema bei den Eltern. Jeder will wissen was sein Sprössling im Netz macht, was für Seiten er besucht, mit wem er redet und so weiter. Die Leute haben jetzt kaum Zeit mehr, sich hinzusetzen und miteinander zu kommunizieren. Ich weiß das, weil es diese Probleme auch bei uns zu Hause gibt. Wir kommen um verschiedenen Stunden nach Hause, die Kinder haben Hausaufgaben, die Eltern immer noch viel zu tun. Es bleibt keine Zeit mehr um die Probleme und Unklarheiten zu bereden.
Die andere Welt: das Internet
Die Jugendlichen verbringen immer mehr Zeit auf Facebook und andere Portale, wo sie mit Freunden und Unbekannten über Musik, Filme, das Leben und andere Themen reden. Als Eltern hat man schon manchmal das Gefühl, man verpasst die ganze Entwicklung und den ganzen Wandel, den sein Nachkommen während der Teenager-Jahren durchmacht.
Um diesen Verlust zu ersetzten, greifen immer mehr Eltern an den Keyloggern, egal welcher Art, zu. Manche benutzen USB-Keyloggern, andere vertrauen eher den Software-Spionen. Man hofft auf jedem Fall, dass das Kind die Überwachung nicht erfährt, dass alles geheim und verdeckt abläuft. Mit der Zeit sieht man sich die gespeicherte Daten an und danach folgt die Frage: wie soll ich mein Kind jetzt auf den rechten Weg lenken?
Eine sehr schwierige Frage, die jetzt lieber nicht beantwortet wird.
Überwachung geht daneben
Vor ein paar Tagen ist aber ein Vorfall bekannt geworden, als ein Familienvater, vom Beruf her Polizist, mit einem Trojaner seiner Tochter nachspionieren versuchte. Er dachte vielleicht, diese Methode wäre die beste, da der Trojaner auf gar keiner Weise sichtbar ist, im Gegensatz zu einem USB-Keylogger zum Beispiel. Doch er hat nicht daran gedacht, dass so wie er, auch seine Tochter solche Bekannten haben könnte, die sich mit dieser Art von Technik gut auskennen. So kam es dazu, dass ein Hacker-Freund der Tochter den Wurm erkannte. Nachdem er auch seinen “Abstammungsort” feststellen konnte, hatte er einen Zugriff auch über mehrere Dienstnachrichten des Vaters, die von dem Polizeiserver umgeleitet wurden.
Der Hacker wäre kein echter Hacker, wenn er sich wegen der kleinen hinterhältige Aktion mit dem Trojaner nicht gerächt hätte. Kurz danach wurde der Polizei-Server angegriffen.
Als die Behörden nach dem Täter suchten, behaupteten sogar mehrere Hacker, den Angriff durchgeführt zu haben. Der Server wurde nämlich zweifach geknackt.
Auf jedem Fall ermitteln jetzt Kölner-Fahnder gegen einem Polizei-Beamten aus Frankfurt am Main.